Veranstaltungen und Konzerte

 

Die Schüler sitzen im Stuhlkreis und hören aufmerksam zuFür die Rechtsradikalen haben Konzerte, Veranstaltungen und besondere Termine, z.B. der 1. Mai oder der Geburtstag Hitlers am 20. April , eine wichtige Bedeutung. Im Workshop “ Konzerte“  soll über die Bedeutung von Konzertveranstaltungen in der rechten Szene informiert werden. Bevor der Veranstaltungsort bekannt gemacht wird, treffen sich die Besucher auf einem so genannten „Lotsenplatz“.  Die Information, wo der Ort ist, bekommen sie per SMS. Dort werden sie in Augenschein genommen. Erst dann bekommen die Teilnehmer  den Veranstaltungsort genannt oder werden dorthin gelotst. Es ist also nicht für jeden einfach ein „Rechtskonzert“ zu besuchen. Jedes Jahr gibt es in Deutschland über 150 rechtsextreme Konzerte.

Um unter Arbeitern Sympathien für den Nationalsozialismus zu fördern, erklärte das NS- Regime den 1. Mai als „Tag der nationalen Arbeit“ zum gesetzlichen Staatsfeiertag bei voller Lohnfortzahlung. Damit gingen sie scheinbar auf eine alte Forderung der internationalen Arbeiterbewegung ein. Schon Wochen vor dem 1. Mai wurden Gebäude, Straßen und Festplätze überall in Deutschland geschmückt, Festzüge vorbereitet und Lieder einstudiert.

Der erste Kontakt zur Szene geschieht meist über die Musik der Neonazis. Diese kann teils sehr balladenhaft sein, meist wirkt sie jedoch aggressiv. Ursprünglich kommt der Rechtsrock aus England. Seit Mitte/Ende der 1990er Jahre erkennt die Szene das Rekrutierungspotential, das in der Musik liegt. Bekannte Bands nennen sich Kahlkopf, Sturmwehr, Störkraft, Kraftschlag, Türkenjäger, Endstufe, Stahlgewitter, oder auch Noie Werte. Es gibt jährlich Hunderte illegaler Konzerte. Die rechtsextremen Konzerte sind in Deutschland nicht verboten, weil die Rechtsextremisten nichts Kriminelles machen.

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