Dresscode

Heutzutage sehen Rechtsextremisten nicht mehr unbedingt so aus wie vor 20 Jahren. Glatze, Springerstiefel und Bomberjacke wurden abgelegt und gegen den Anzug oder ein Hip- Hop Outfit getauscht. Auch tragen Rechte ab und zu Shirts von Che` Guevara, Sportschuhe von New Balance, Basecap von Fred Perry und ein Tatoo, welches eine geballte, nach oben gestreckt Faust zeigt, die man auf der Wade trägt. In diesem Workshop wird alles zum Thema Outfit der Rechten besprochen und gezeigt, dass ein Rechter viele Gesichter hat.

Die Gruppe unterscheidet die Kleidungsstile der Rechtsextremen von heute und früher.

Früher: Nachdem der Bundesminister des Innern der „HdJ“ das Tragen von Uniformen auf deren Veranstaltungen verboten hat, wechselt die Kleidung auf Grauhemden oder Mädelbluse. Dazu tragen sie blaue Röcke mit Verbands- und Sonderabzeichen. Innerhalb des jeweiligen Ranges kleiden sich  die Mitglieder unterschiedlich mit  farbigen Sonder- und Verbandsabzeichen. Auf den ersten Blick wirken die Kinder in ihren Klamotten wie Leute von der „ Heimattreuen Deutschen Jugend“  wie Pfadfinder. Auf den zweiten Blick erkennt man aber, dass sie sich durch rechtsextreme Ideologie von Pfadfindern sehr unterscheiden.

Heute: Die Rechtsextremen tragen heute vermehrt Kleidung, die nach außen erkennbar  erscheint. Darauf sichtbar werden Versandlogo von Firmen oder Druckmotive. Ebenfalls sind dies Abzeichen und Aufnäher mit klarem Code. Man kann ein Imagewechsel in der rechtsextremen Szene beobachten. Neu aufgetreten in der Modeszene der Rechtsextremen ist, dass nicht mehr nur T-Shirts oder Bomberjacken mit Markennamen oder Solgans bedruckt werden,  sondern sie  sich andererModen bedient, wie HipHop- oder Raver- Styles.

Die Marken der Rechtsradikalen, die man heutzutage antrifft, sind:

  • Consdaple
  • Pittbull
  • Hatecrime(= Hassverbrecher)
  • Troublermaker
  • Lonsdale
  • Fred Perry
  • Helly/Hansen
  • Masterrace Europe (= Herrenrasse Europa)
  • Patriot
  • Thor Steinar

Eine der Kleidungsmarken  ist Storch Heinar. Sie wurde im November 2008  in Mecklenburg-Vorpommern  gegründet. Storch Heinar ist  ein Textilartikel und richtet sich als Parodie gegen Thor Steinar Klamotten. Für jedes verkaufte T-Shirt von Storch Heinar geht ein Erlös an die redaktionelle Arbeit gegen Rechtssymbole. Der Heinar ist ein fiktiver Storch und bezieht deswegen eine „Froschfleisch-Toleranz.“ Er hat eine große Vorliebe für Eierlikör und tritt immer mit Stahlhelm, Scheitel und Mittelbart auf.

Thor Steiner ist eine der bekanntesten Klamottenmarke in der  rechtsextremen Szene und  Storch Heinar ist gegen Rechts. Dadurch,  dass beide unterschiedliche Ansätze verfolgen, reichte Thor Steinar eine Klage gegen Storch Heinar ein. Diese Klage wurde abgewiesen und das Zeichen von Storch Heinar darf dementsprechend weiter verwendet werden.  Das Logo von Storch Heinar hat einen roten Untergrund mit einem weißen Kreis und einem schwarzen Apfel.

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