Ziele des Projekts

Ziele des Projekts „ Würdenträger- weil jeder Mensch Würde trägt“  und der Projektwoche „Wanderausstellung: Rassismus“

 Als das Offizialat Vechta vor zwei Jahren an unsere Schule herangetreten ist mit der Bitte an einem Projekt mitzuwirken, in dem es um ein Bekenntnis zur Menschenwürde geht und das konkret gegen rechtsextremistisches Gedankengut gerichtet ist, haben wir sofort zugestimmt. In Erinnerung an den Holocaust und die schrecklichen Ereignisse während der Nazizeit hat der ehemalige Bundespräsident R. von Weizsäcker einmal gesagt:

 Wir Älteren schulden der Jugend Aufrichtigkeit, wir müssen den Jüngeren helfen zu verstehen, warum es lebenswichtig ist, die Erinnerung wach zu halten.
Wir lernen aus unserer eigenen Geschichte, wozu der Mensch fähig ist – wir haben als Menschen gelernt, wir bleiben als Menschen gefährdet und darum lautet die dringende Bitte an alle Menschen in der Welt:
Lassen Sie sich nicht hineintreiben in Feindschaft und Hass gegen andere Menschen, gegen Juden oder Türken, gegen Alternative oder Konservative, gegen Schwarz oder Weiß.(…)
Arbeiten wir vielmehr für den Frieden, halten wir uns an das Recht, dienen wir unseren inneren Maßstäben der Gerechtigkeit.

 Diese Worte haben auch heute noch eine mahnende Funktion.

 Denn:
Wer vor der Vergangenheit die Augen verschließt, wird blind für die Gegenwart. 

Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler des Marienhains Vechta wollen als Projektpartner des Offizialats und in Zusammenarbeit mit dem Verein „Contra e.V. “ einfühlsam und engagiert deutlich machen, dass wir gegen Ausgrenzung und Indoktrination, gegen Intoleranz und blinden Fremdenhass Partei ergreifen im Sinne der folgenden Leitgedanken:
Alle Menschen sind verschieden. Keiner gleicht dem anderen und doch haben sie alle die gleiche Würde und sind von Gott gleich geliebt. In dem Bekenntnis zur Menschenwürde trifft sich die Kirche mit vielen anderen Menschen unserer Gesellschaft. Mit ihnen gemeinsam möchten wir ein besseres Modell des Zusammenlebens anbieten, welches auf einem tiefen Respekt vor dem Leben und voreinander beruht.
Alles, was Menschen dazu ermutigt und befähigt, dieses Bekenntnis zur unveräußerlichen Menschenwürde in ihrem Alltag und in ihrem Umfeld zu leben, ist der richtige Weg.“ (Hinweise vom Offizialat Vechta)

 Mit seiner menschenverachtenden Ideologie setzt insbesondere der Rechtsextremismus auch heute noch auf die Überlegenheit der Stärkeren und spricht über Menschen aus anderen Kulturkreisen immer wieder sehr abwertend und diskriminierend.
Hier wollen wir deutlich, auch im Sinne christlicher Nächstenliebe und als Träger von Menschenwürde unsere Standpunkte dagegen setzen und vor allen Dingen zur Aufklärung beitragen. Die Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler unserer Berufsbildenden Schule Marienhain wollen mit diesem Engagement appellieren an mehr Toleranz, Solidarität und Verständnis füreinander!
Unser Leitgedanke ist daher: Respekt vor dem Leben und voreinander zu bekunden und ein Bekenntnis zur Menschenwürde abzulegen.  

  • Ziel:     Aktiv gegen Rechtsextremismus durch Information und Wissensvermittlung
  • Ziel:     Besseres Bieten aus Überzeugung und aus dem Glauben heraus
  • Ziel:     Modelle des Zusammenlebens anbieten:  

Dies sind Ziele, die  mit dem Leitbild unserer Berufsbildenden Schule übereinstimmen.
Wir bereiten Schülerinnen und Schüler auf berufliche Tätigkeitsfelder in sozialpädagogischen, heilpädagogischen und pflegerischen Arbeitsfeldern vor. Unsere Lehrerinnen und Lehrer tragen Sorge dafür, dass unsere Schule ein Ort ist, an dem man lernen kann, in Achtung und Respekt voreinander, denn wir möchten eine menschenfreundliche Gesellschaft, die sich auszeichnet durch gegenseitige Hilfe, durch Solidarität mit den Schwachen und Aufmerksamkeit füreinander.

Projektidee:

Wanderausstellung Rechtsextremismus

Bei diesem Projekt ist die Zielsetzung zunächst auf unsere Schüler gerichtet, die in verschiedenen Workshops innerhalb einer Woche Experten des Themas werden und dies anhand einer Ausstellung verdeutlichen.
Unsere Schülerinnen und Schüler werden in Zukunft überwiegend mit unseren Kindern und Jugendlichen zusammenarbeiten und daher ist es wichtig, dass sie sich mit dem Thema Rechtsextremismus auseinandersetzen und auskennen, denn nur durch Information und Wissen können unsere Kinder und Jugendlichen vor den Gefahren des Rechtsextremismus geschützt werden.

So sind Projekte denkbar, die deutlich machen, dass wir Menschen nicht ausgrenzen, dass wir sie nicht abschieben, sondern dass wir sensibel sind für die besondere Situation, in der sie sich befinden. Wir wollen, und dies ist sicher im Sinne des „Projekts Würdenträger“ in Erinnerung an die Zeit des Nationalsozialismus uns mit aktuellen Erscheinungsformen des Rassismus, der Fremdenfeindlichkeit und des Fanatismus tiefgehend auseinandersetzen.

Hartmut Pille 
Schulleiter
Marienhain Vechta

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